OEAEK Jahresbericht 2025_04 - Flipbook - Page 20
3. ANGESTELLTE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE
mographischen Wandels und auch, wie wichtig
Vernetzung für die Gesundheitsversorgung der
Zukunft und für eine starke Ärzteschaft in Europa
ist: „Wenn wir voneinander lernen können, wenn
wir uns gut austauschen, dann kann das nur ein
Gewinn auch für unser österreichisches Gesundheitssystem sein.“
Harald Mayer, ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte, unterstrich in
seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des Standorts
Wien für innovative Errungenschaften in Wissenschaft, Medizin und Bildung und auch, wie wichtig
ein starkes Netzwerk wie die EJD ist, um die Anliegen der jungen Ärztinnen und Ärzte grenzüberschreitend zu vertreten. Aktuell gebe es genügend
Herausforderungen, für deren Bewältigung es gemeinsame Strategien geben muss: „Eine erhöhte
Arbeitsbelastung, unklare Karrierewege und die hohen Erwartungen seitens der Gesellschaft an den
Arztberuf sind nur drei der wichtigsten Themenbereiche“, sagte Mayer. Der Kongress in Wien sei daher
eine perfekte Gelegenheit, „voneinander zu lernen,
um gute Lösungswege zu entwickeln“.Im Fokus des
Eröffnungsstatements von EJD-Präsident Álvaro
Cerame standen die Bedeutung der EJD für den europaweiten Wissensaustausch und das Bestreben,
die Kommunikation unter den Ärztinnen und Ärzten
in Ausbildung, und damit auch deren Arbeits- und
Ausbildungsbedingungen, zu verbessern. „Wir vertreten nicht nur eine Generation, sondern auch die
Zukunft des Berufsstands und letztlich die Qualität
der Patientenversorgung“, betonte er.
Digitaler Austausch mit Estland
Eine Delegation der BKAÄ besucht zum Zweck
des digitalen Austausches Estland und wurde von
den dortigen Kolleginnen und Kollegen in das international als vorbildlich betrachtete digitale System Gesundheitswesen eingewiesen.
Estland habe bereits nach dem Beginn seiner Unabhängigkeit von der Sowjetunion in den frühen
Neunzigerjahren damit angefangen, die Digitalisierung im Gesundheitswesen massiv zu forcieren.
Besonders vorbildhaft sei am estnischen Gesundheitssystemaus Sicht der Bundeskurie die
Einfachheit gepaart mit Modernität sowie der
Einbindung des Bürgers und die Sparsamkeit.
Gleichzeitig gebe es auch hohes Vertrauen in die
Datensicherheit. Die Opt-out-Rate liegt lediglich
bei einem Prozent. Estland zeige jedenfalls, dass
konsequente Digitalisierung, klare Strukturen und
Vertrauen in Technologien ein leistungsfähiges,
sicheres und bürgerfreundliches Gesundheitssystem ermöglichen, schloss die BKAÄ-Delegation.
BKAÄ Personalia
Veränderung an der Kurienspitze
Die Kurienobfrau-Stellvertreterin der angestellten Ärzte und Turnusärztevertreterin der Kärntner
Ärztekammer (KÄK), Kim Haas, wurde bei der Sitzung der Bundeskurie angestellte Ärzte der Österreichischen Ärztekammer in Villach einstimmig zur
neuen ersten Stellvertreterin von Bundeskurienobmann Harald Mayer gewählt. Haas, derzeit in Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin am LKH
Klagenfurt und zweifache Mutter, folgte damit auf
die aus persönlichen Gründen zurückgetretene
Natalja Haninger-Vacariu (Ärztekammer für Wien).
Haas postulierte bei ihrem Antritt das Thema Ausbildung als oberste Priorität. Sie wolle den Ist-Zustand der Ausbildung in Österreich bundesländerüberschneidend evaluieren und für bessere
Rahmenbedingungen, insbesondere im Zusammenspiel von Familie und Arztberuf, sorgen.
Einen weiteren Schwerpunkt legte die Kärntnerin
auf die universitäre Ausbildung. Sie strebe einen