OEAEK Jahresbericht 2025_04 - Flipbook - Page 19
programm der neuen Bundesregierung aus ÖVP,
SPÖ und NEOS der Wille zur Umsetzung einer
verbindlichen Patientenlenkung – eine langjährige
zentrale Forderung der BKAÄ – festgehalten wurde. Zahlreiche Stakeholder im Gesundheitswesen
und Politiker, darunter auch die Staatssekretärin
für Gesundheit, Ulrike Königsberger-Ludwig, bekannten sich 2025 öffentlich zur klaren und verp昀氀ichtenden Patientenlenkung.
priorisieren als bisher. Motto: Gesundheit muss
uns etwas wert sein. Dazu sind auch Investitionen
notwendig, die man auch in einer der reichsten Regionen der Welt erwarten dürfe.
Zustimmung der Bundeskurie fand auch der geplante Ausbau der Gesundheitshotline 1450 als primäre Anlaufstelle im Gesundheitssystem – ebenso
der Plan, dass dort Ärztinnen und Ärzte vermehrt
telemedizinisch aktiv sein sollen. Diese Maßnahmen könne die BKAÄ mit ärztlicher Expertise unterstützen. Dazu gehöre auch eine 昀氀ankierende
24/7-Versorgung im niedergelassenen Bereich.
Internationales
Medikamentenengpässe
Wiederholt wies die Bundeskurie angestellte Ärzte
im Jahr 2025 auf nicht tolerierbare Engpässe bei
der Medikamentenversorgung in Österreich hin.
Über 400 Medikamente waren laut Bundesamt für
Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) in Österreich nicht oder nur eingeschränkt in der jeweiligen, angeführten Packungsgröße verfügbar. Auf
dieser ständig aktualisierten Liste stehen bekannte
Medikamente, von Schmerzmitteln bis hin zu
Impfstoffen, Magenschutz oder Antibiotika.
Selbst der Europäische Rechnungshof habe die
mangelhafte Versorgung Europas mit Medikamenten kritisiert – ein Alarm, der Handeln erfordere, so
die BKAÄ. Wichtige Medikamente müssten wieder
vermehrt in Europa, aber auch in Österreich, produziert werden, um die Abhängigkeit vom asiatischen
Markt zu stoppen. Das gelte besonders auch für
die Rohstoffproduktion. Die Politik müsse dieses
Thema europaweit, aber auch in Österreich, höher
Gemeinsam mit den Ärztekammern in Deutschland
und in der Schweiz hatte die ÖÄK bereits mehrfach
in Resolutionen auf die Engpässe hingewiesen und
politische Initiativen auf EU-Ebene eingefordert.
Jahreshauptversammlung
der European Junior Doctors Association
in Wien
Auf internationalem Parkett war für die BKAÄ,
neben zahlreichen Teilnahmen an internationalen
Kongressen, die Ausrichtung der Jahreshauptversammlung der European Junior Doctors Association in Wien das Highlight im Jahr 2025. 60 Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung aus ganz Europa
nahmen vom 7. bis 9. November daran teil.
Die österreichische Delegation wurde von Kim
Haas, Stellvertreterin des Bundeskurienobmanns
der angestellten Ärzte (s. auch Seite 20) und ÖÄKTurnusärztevertreterin, und Christoph Steinacker,
stellvertretender Kammeramtsdirektor der Österreichischen Ärztekammer und Manager der Bundeskurie der angestellten Ärzte der ÖÄK, sowie
Lisa Leutgeb, stellvertretende Kurienobfrau der
Wiener Ärztekammer, Andrea Karall, Kurienobmannstellvertreterin in der Ärztekammer Burgenland, und Daniel von Langen, Vorsitzender des
ÖÄK-Bildungsausschusses, angeführt. Die of昀椀zielle Begrüßung in den Räumlichkeiten der Österreichischen Ärztekammer übernahm Gesundheitsministerin Korinna Schumann. Sie unterstrich
die Bedeutung einer hochwertigen Ausbildung
der jungen Ärztegeneration angesichts des de-
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