OEAEK Jahresbericht 2025_04 - Flipbook - Page 16
3. ANGESTELLTE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE
Durch die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich,
die über eine über 20 Jahre lange Erfahrung mit
derartigen Evaluierungen im In- und Ausland verfügen, sei es außerdem gelungen, die Kontrolle und Vergleichbarkeit auf ein wissenschaftlich
fundiertes Niveau zu heben und damit auch die
Glaubwürdigkeit, Transparenz und Datensicherheit der Befragung.
Ausbildung, Studium & Universitäten
KPJ und Basisausbildung
besser koordinieren
gleiche Inhalte vermittelt werden. Das müsse besser koordiniert werden. In diesem Zusammenhang
gab es bereits konstruktive Gespräche zwischen
ÖÄK-Vertretern und einigen Rektoren der Medizinischen Universitäten.
Während die Inhalte in der Basisausbildung österreichweit gleich sind, sei dies im KPJ nicht überall
der Fall. Die Bundeskurie werde sich dafür einsetzen – u.a. mit einer Arbeitsgruppe mit den öffentlichen wie privaten Universitäten – die Schwerpunkte
in der Basisausbildung als auch im Klinisch-Praktischen Jahr zu koordinieren und abzustimmen, um
eine didaktische Verbesserung zu erzielen.
Bei der Ausbildungsevaluierung wurden auch
2025 zwei zusätzliche Modulfragen zu aktuellen
Themenbereichen gestellt. Zum einen ging es um
die Basisausbildung bzw. das Klinisch-Praktische
Jahr (KPJ), zum anderen um Aus- und Weiterbildung bzw. die Facharztprüfung. Das zentrale Ergebnis: Die Inhalte, die während der Basisausbildung bzw. während des KPJ in der letzten Phase
des Medizinstudiums gelehrt werden, wurden als
„gut“ bewertet. Bei der Basisausbildung zeigten
sich 61 Prozent eher bzw. sehr zufrieden, beim
KPJ waren es 56 Prozent. Das unterstreiche aus
Sicht der Bundeskurie auch die Tatsache, dass die
Qualität der Ausbildung in Österreich als generell
gut angesehen werde. Das habe sich schon bei
der im Frühjahr 2025 veranstalteten Uni-Enquete
mit dem Titel ‚Wie gut sind unsere Medizinischen
Universitäten?‘ (s. auch Seite 17) gezeigt.
Bei der Basisausbildung müsse eine Überarbeitung angedacht werden. Der Vorstand der Österreichischen Ärztekammer hatte sich im März 2025
per Beschluss dafür ausgesprochen, die Basisausbildung beizubehalten – kritische Stimmen,
auch seitens der Universitäten, hatten die Abschaffung gefordert – sie aber eventuell auf freiwilliger Basis anzubieten. Die Ergebnisse der Modul-Umfrage der Ausbildungsevaluierung zeigen
aber, dass eine deutliche Mehrheit dafür ist, die
Basisausbildung beizubehalten. Konkret sprachen
sich 80 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung dafür aus, ein Teil davon für die Freiwilligkeit. Daher spreche vieles für die Basisausbildung.
Trotzdem ist sie der am schlechtesten bewertete
Ausbildungsschritt. Folglich müsse man Verbesserungen erarbeiten.
Daher müsse man danach trachten, dass die Inhalte des Klinisch-Praktischen Jahrs und der anschließenden, neunmonatigen Basisausbildung
besser aufeinander abgestimmt werden können,
um Redundanzen zu vermeiden. Diese Maßnahme könne dazu beitragen, ein Abwandern zu verhindern. Denn 48 Prozent der Befragten gaben
an, dass im KPJ und in der Basisausbildung eher
Was die Auswertung der Modulfragen auch gezeigt hat: Dort, wo es kaum Wartezeiten auf
Ausbildungsplätze nach der neunmonatigen Basisausbildung gibt und dort wo sie strukturiert
abläuft, wird diese auch nicht als so belastend
empfunden. Am meisten Zustimmung für eine verp昀氀ichtende Basisausbildung kam demnach aus
Oberösterreich (72,2 Prozent), gefolgt von Salz-