OEAEK Jahresbericht 2025_04 - Flipbook - Page 15
3. ANGESTELLTE ÄRZTINNEN UND ÄRZTE
Drei Jahre Ausbildungsevaluierung
Höchst zufrieden zeigte sich die Bundeskurie Angestellte Ärzte mit der dritten Au昀氀age der Ausbildungsevaluierung. Sie habe gezeigt, dass die
Qualität der Ausbildung wieder einen Schritt nach
vorne gemacht habe und besser beurteilt wird als
2024, noch viel besser als 2023. Sie zeige aber
auch, dass es an der einen oder anderen Ecke
noch immer Verbesserungspotenzial gebe, an
dem man gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten
arbeiten werde.
Die Ausbildungsevaluierung 2025 zeigte in ihrem
dritten Jahr, nachdem sie von der BKAÄ auf neue
Beine, in Kooperation mit der ETH Zürich und
deren Spin-Off HF Partners, gestellt worden war,
dass die ärztliche Ausbildung in Österreich immer
besser werde.
Deutlich angestiegen ist auch die Rücklaufquote.
44,32 Prozent der stimmberechtigten Ärzte in
Ausbildung retournierten den Fragebogen im Jahr
2023, das war ohnehin schon das Dreifache im
Vergleich zu üblichen Online-Umfragen. 59 Prozent Rücklauf waren es nun 2025 – mit bundesländerspezi昀椀schen Spitzenwerten bis zu über 80
Prozent. Gleichzeitig ist auch die Bewertung der
ärztlichen Ausbildung von Jahr zu Jahr besser geworden, sodass diese nun statistisch untermauert
als „gut“ bezeichnet werden kann: 22 Prozent der
Abteilungen wurden mit „sehr gut“ bewertet. Und
der Anteil der Ausbildungsstätten, die mindestens
als gut bewertet wurden, liegt bei 50 Prozent.
Die BKAÄ möchte sich darauf keineswegs ausruhen, die Analyse der Resultate von 2025 sollen
auch dazu beitragen, dass es 2026 noch besser
wird. Denn nur eine gute Ausbildung ist der solide Grundstein für die künftige Besetzbarkeit von
Ausbildungsstellen und eine Investition in die ärztliche Versorgung der Zukunft. Die langfristige und
hochwertige Versorgungssicherheit in Österreich
ist das gemeinsame Ziel. Das sei nur mit bestens
ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten zu gewährleisten, so die Bundeskurie.
Wirksames Tool
Bewiesen wurde für die Bundeskurie auch ganz
konkret, dass die „Ausbildungsevaluierung neu“
ein wirksames Tool darstellt für:
1. eine Verbesserung der Ausbildung.
2. einen österreichweiten Vergleich mit anderen
Abteilungen vom selben Fach und wie dort ausgebildet wird.
3. die Rekrutierung von jungen Ärztinnen und
Ärzten.
4. und, dass es nun ein funktionierendes Instrument gibt, mit dem es den jungen Ärztinnen und
Ärzten möglich gemacht wird, abzuklären und
herauszu昀椀nden, wo sie gerne arbeiten möchten.
Mit der Neuausrichtung der Ausbildungsevaluierung hat die Bundeskurie angestellte Ärzte der
Österreichischen Ärztekammer ein Instrument geschaffen, mit dem es möglich ist, die Ausbildungsqualität der Ärztinnen und Ärzte objektiv und unabhängig zu messen. Das sei gerade jetzt, da die
Ausbildung zunehmend in die Kompetenz der
Bundesländer fällt, und wo es vom Burgenland bis
ins Vorarlberg keineswegs immer eine einheitliche
Linie gibt, ein ganz wichtiger, stabilisierender Faktor für die Qualitätssicherung der ärztlichen Ausbildung.
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