OEAEK Jahresbericht 2025_04 - Flipbook - Page 13
Die 70. Konsultativtagung der deutschsprachigen Ärzteorganisationen widmete sich der länderübergreifenden
Qualitätssicherung in der ärztlichen Weiterbildung.
der Zeit deutlich verändert. In den vergangenen
zwanzig Jahren habe sich vor allem der Anteil
der über 55-Jährigen beträchtlich vergrößert. Per
31.12.2024 waren 33,3 Prozent der Gesamtärzteschaft über 55 Jahre alt. Aus den 18.189 Ärztinnen und Ärzten, die in den nächsten zehn Jahren
das Pensionsalter von 65 Jahren überschreiten
werden, ergebe sich ein jährlicher Nachbesetzungsbedarf von 1.818 pro Jahr, allein um eine
Aufrechterhaltung des Status-quo der Kopfzahl
zu gewährleisten. Diese Personalvolumina müssen durch inländische Ausbildung nachbesetzt,
durch Migration ergänzt und durch attraktive und
konkurrenzfähige Arbeitsbedingen langfristig gehalten werden.
sei es im Kassenbereich oder in den Krankenhäusern. Dazu komme, dass der Trend zur Teilzeit höhere Kopfzahlen für die Aufrechterhaltung des Status quo bedingt. Diese veränderte Situation dürfe
Österreich nicht ignorieren: Sowohl Kassenverträge
als auch die Arbeitsbedingungen im Spital müssten
昀氀exibler werden, sonst werden sich immer weniger
Ärztinnen und Ärzte für eine Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitssystem interessieren und die bestehenden Lücken noch größer werden.
Deutlich wurde dabei auch: Österreich hätte zahlenmäßig genügend Ärztinnen und Ärzte, um die Gesundheitsversorgung in unserem Land abzusichern.
Es gibt also keinen Ärztemangel an sich, sondern
einen deutlichen Mangel im öffentlichen System,
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